Auf ein Wort

Geistliches Wort zur Passionszeit 2021:

„Name, welcher Name?“

Liebe Besuchende unserer Homepage,

ich bin mir sicher, dass Sie manchmal einen Namen suchen. Öfter als Ihnen lieb ist. Warum sollte das nur Pastoren so gehen?

„Name, welcher Name?“
Die einen ärgern sich dann, den anderen ist's egal, und wieder andere suchen einfach so lange, bis sie das Erfolgserlebnis haben.

„Name, welcher Name?“
Hilde, Jessica, Fritz, Sebastian, Mia, Noah – jede/r wird auch durch den Namen unverwechselbar. Dein ganz eigenes Gefühl als Person, die Suche nach Anerkennung, dein Verständnis von Würde, sie hängen auf das Engste miteinander und deinem Namen zusammen.

„Name, welcher Name?“
Niemand möchte nur mit Hi oder du da oder verlegenem Räuspern gegrüßt werden. Die Nachricht, der Text auf dem Band, das Freundschaftsgeständnis, die Verabredung, die Zusage – alle sind aufgewertet, lebendiger, ja erst gültig, wenn der Name fällt.

„Name, welcher Name?“
Manchmal geht es auch kurios zu. Herrn Müller genügte sein Müller nicht, da nahm er das Lüdenscheid von Fräulein Lüdenscheid hinzu. Loriot sei Dank erfuhren wir davon. Oder polizeilich Gesuchte versuchen über die Heirat eine neue Identität zu erlangen. Mancher Erbonkel hat schon Njet gerufen, als der Enkel den Familiennamen nicht weiterführen wollte.
Wie dem auch sei, der Name hat Bedeutung.

„Name, welcher Name?“
Dorothea – das Gottesgeschenk, Irene – die Friedensstifterin, Martin – der Streitbare. Selbst sprachlich gesehen, haben Namen einen Anhang, einen Tiefsinn. Manchmal... finden wir das in der Trägerin, dem Träger wieder.

„Name, welcher Name?“
Wenn wir uns auf den Weg des Glaubens wagen, dann fragen wir nach Gott. Wir reden ihn an. Er redet uns an. Wir denken an ihn. Er denkt an uns. Doch eines gibt es nicht: Anonymität. Gott weiß um unsere Namen, um unser Leben, um unser Leid, um unsere Freude. Wie beruhigend, ja schön: In unserer oft genug anonymen Zeit ist die Gottesbeziehung immer mit Namen verbunden.
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Der Monatsspruch Februar drückt das so aus:
Freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind! (Lk.10,20)
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Und Gott selbst? Sein Name, welcher Name? Mose war so wissbegierig wie wir. Exodus 3 berichtet davon. Eine einfache Antwort bekam er nicht. Nichts in der Gottesbeziehung ist einfach. Glaube bedeutet immer auch, Verstand, Bauch und Gefühl zu nutzen. Mose bekommt mit auf den Weg: „Ich bin, der ich sein werde“. Ein Name, der Programm ist und Vertrauen braucht und ein Mitgehen darstellt. Und der Rätsel bleibt.

Dass Ihnen die Namen einfallen, besonders der eine, wünscht Ihnen und Euch herzlich
Matthias Fricke

Matthias Fricke ZieseniƟ 2
Pastor Matthias Fricke-ZieseniƟ