Auf ein Wort

"Zwischen..."

Liebe Besuchende unserer Homepage,

zwischen... ist für mich das Wort des Jahreswechsels. Gerade hatten wir Zwischen den Jahren, angehängt ans weltumspannende Weihnachtsfest für mich die einzige Zeit, in der ich Tagesname und Datum vergesse. Ein schönes Gefühl, finde ich.
Zwischen. - Was ist das alles?!
Vom Essen bis zu den Tönen.

-> Zwischen den Fingern zerrinnt mir meine Zeit.
Wieder schlagen wir eine Seite um, liegen viele Seiten unseres Lebensbuches hinter uns. Wie viele liegen vor uns? Und welche? Im Wandel ist Gott die Konstante. Seine Beständigkeit gibt Mut zum Neuanfang oder Weitermachen, an jedem 31.12. und 1.1. unseres Lebens.

-> Zwischen den Stationen des Lebens bewege ich mich. Je älter ich werde, desto deutlicher wird mir, dass wir nicht stetig und linear, auch nicht immer nach Plan unterwegs sind, sondern uns zwischen mehr oder weniger gelingenden einzelnen Stationen bewegen. Denken wir nur:

  • zwischen Kindergarten und Beruf
  • zwischen Aufstieg und Abstieg und wieder Aufstieg oder eben wieder Abstieg
  • zwischen verliebt, verlobt und verheiratet
  • zwischen erledigt und neu angefangen
  • zwischen Ausbildung und Verrentung
  • zwischen Führerscheinmachen und -abgeben
  • zwischen Küssen und Enkel bekommen
  • zwischen Geburt und Tod

Wir wandern. Mal energisch, mal planlos.
Wie gut, dass einer mitgeht.
Ins Glück, ins Schwere
Du kannst nicht tiefer fallen als in Gottes Hand. So drückt es im Krieg Pfarrer Arno Pötzsch aus, zu singen in Lied 533 des Gesangbuches.

-> Zwischen den Zeilen spreche, höre, lese ich.
Ein schönes, ein sensibles Zwischen. Nicht nur das Direkte, Augenscheinliche zählt. Das ist eine Chance oder Aufgabe überall dort, wo wir fein und leise sein wollen, weil es eben manchmal guttut, fein und leise zu sein. Anders, wo es um Glaubwürdigkeit geht. Hier heißt es Aufpassen und sich nicht zwischen den Stühlen davonstehlen. Eine Partei oder Verantwortliche, die alle Strukturen, Gelder, Mandate und Freiheiten unserer rechtsstaatlichen Gesellschaft nutzen und genießen will, hinten herum aber gegen die Verfassung hetzt und rassistische Gewalt provoziert, gehört unter anständigen Demokraten bloßgestellt, gemieden und, wo nötig, strafrechtlich gestellt. Es kommt eben manchmal auf das Vordergründige UND auf das zwischen den Zeilen an! Besonders in 2020.

Meine Zeit steht in deinen Händen. Ein schöner Schlussgedanke für den Jahreswechsel. Genau hier wird das Wort aus Psalm 31 platziert. Genau für Dich.

Ich wünsche Ihnen im Namen der Gemeinde Gottes Geleit für das Neue Jahr,
herzlich Ihr Matthias Fricke

Matthias Fricke ZieseniƟ 2
Pastor Matthias Fricke-ZieseniƟ